Stummfilme
In den Anfängen der Filmindustrie fanden die Besucher von Kinos und privaten Vorführungen neben Kurfilmen vor allem Stummfilme mit längeren Laufzeiten vor. Bei den Stummfilmen handelt es sich dabei in der Regel um schwarz-weiße Filme, die aufgrund der fehlenden Technik nicht über eine zusätzliche Tonspur verfügen und deshalb keine Tonbegleitung vorzufinden ist.
Das goldene Alter hatten die Stummfilme dabei in den 1920er und 1930er Jahren. Ursprung der Stummfilme ist Westeuropa, wobei sich die neue Filmtechnik schnell bis in die Vereinigten Staaten vorwagte und Millionen von Menschen mit der bis dahin noch neuen und unbekannten Technik begeisterte. Aufgrund der fehlenden Tonspur wurden die Stummfilme oft von den Besuchern und dem Publikum selbst mit Klatschen und rhythmischen Melodien durch ein Klavier oder ein Orchester begleitet. Darüber hinaus war es nicht unüblich, dass neben dem Film ein Film- oder Texterklärer für die passenden Textpassagen und Erklärungen der Handlungen sorgte.
In den USA wurde die Entwicklung von Stummfilmen in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts vor allem durch die hohen Einwanderungen und die Tatsache, dass die Sprache für die Produktion von Stummfilmen unwichtig ist, begünstigt. Große Talente hatte somit auch ohne ausreichende Sprachkenntnisse die Möglichkeit Karriere zu machen und Ihr Talent auszuleben.
Heutzutage spielen Stummfilme keine große Rolle mehr und werden innerhalb der Filmbranche eher in den Hintergrund gerückt, obwohl sie durch die eigene Interpretation des Publikums einen gewissen Charme entwickelt haben und in gewissen Abständen auch heute noch gespielt werden. Insbesondere in kleinen Kinos können auch heute noch Stumm- und Interpretationsfilme angeschaut werden.